Der Zirkus in Veitsbronn

Anfang Mai war es endlich soweit. Zwei Wochen lang stand das rot-gelbe Zirkuszelt auf dem Schulsportplatz in Veitsbronn.
Zwei Wochen lang stand die Grundschule Kopf. Nun, vielleicht nicht alle, aber immerhin die Trapezkünstler,
die kopfüber durch die Manege schwebten und die Fakire, die sich wagemutig einen Kopfstand auf Glasscherben machen trauten.

Das Programm bat für jeden Schüler etwas. Jedes einzelne Kind fand eine passende Rolle und hat Mut bewiesen,
schon alleine deshalb, weil es sich wagte, vor so einem großen Publikum aufzutreten.
Clowns und Moderatoren lernten anspruchsvolle Texte auswendig. Die Kinder, die die Ziegendressur und Taubenrevue machten,
mussten sich zunächst einmal mit den Tieren vertraut machen und erhielten wertvolle Tipps zum Umgang mit den Tieren.
Die Akrobaten bauten bekannte Gebäude nach, wie zum Beispiel den Eiffelturm und das Brandenburger Tor.
Auf dem Seil zeigten viele Jungen und Mädchen große Balance, indem sie zum Beispiel mit einem Reifen das Seil
überquerten oder sich auf das dünne Drahtseil legten. Weiter verzauberten die Jongleure das Publikum mit ihrer Darbietung,
welche durch besondere Lichteffekte unterstützt wurde. Verblüfft wurde der ein oder andere Zuschauer von den
Zauberkünsten der Zauberer und die Schlangentänzerinnen glänzten mit ihren prachtvollen Kostümen,
in denen sie sich anmutig zu orientalischen Klängen bewegten.

All das konnten die Zirkusbesucher in insgesamt acht Vorstellungen bewundern. Bemerkenswert ist auch,
was hinter der Manege entstand. Denn durch die altersmäßige Mischung der Kleingruppen lernten sich
viele „Kleine“ und „Große“ ganz neu kennen. Da half ein Viertklässler einer Erstklässlerin,
dass sie ihren Einsatz nicht verpasste und der kleine Junge konnte sich an einem großen Mädchen orientieren,
wann er sich zu verbeugen hatte.

Alles in allem blicken wir auf zwei anstrengende, ereignisreiche und sehr bereichernde Wochen zurück,
an die sich alle Beteiligten noch lange erinnern werden.
Und wer weiß, wann es wieder mal heißt: „Manege frei für die Erich-Kästner-Grundschule!“?

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